SimpleBlog

Gettin' it simple.

Flower

Archive for May 10th, 2009

FRITZ!Box Fon WLAN 7240 + Freetz + hfsplus == TimeCapsule

Translate original post with Google Translate

Schon immer habe ich davon geträumt meine täglichen Backups auf einer schönen großen externen Festplatte ablegen zu können. Bis jetzt hatte ich dafür meine alte MacBook Pro 320Gb Festplatte im stylischen USB-Gehäuse. Für TimeMachine natürlich vollkommen ausreichend, wann immer ich daheim war schnell die Platte angesteckt, kurz rattern lassen, fertig. Hat alles immer super geklappt – aber irgendwie war es doch nicht wie in der Keynote vorgestellt, und “wireless” schon gar nicht. Nun sind wir ja umgezogen und haben zum neuen Internetanschluss auch gleich die genannte Fritzbox dazubekommen. Leider mussten wir dafür den doch merklich teureren Tarif in Kauf nehmen, aber das macht die Box allemal wett!

Zum eigentlichen Inhalt:
Die Fritzbox ermöglicht es, eine eigene Firmware zu installieren. Dafür nutzen wir das ziemlich gut ausgereifte Projekt “Freetz“, welches alles zu einem “klick-and-run” werden lässt. Ein wenig Erfahrung mit der Konsole sind von Vorteil, nicht aber Voraussetzung. Einziges Problem: Freetz lässt sich nur unter Linux ordentlich kompilieren. Ihr Windowsnutzer dort draußen müsst jetzt nicht aufgeben, in der Freetz-Wiki ist sehr gut beschrieben wie man dank VMware Player auch gut unter Windows zurecht kommt. Darauf werde ich jetzt nicht weiter eingehen, dafür ist die Wiki völlig ausreichend.

Das eigentlich Interessante kommt jetzt:

Wir gehen das Tutorial für Freetz Schritt für Schritt durch, bis wir zum Schritt “make menuconfig” kommen. Das Kommando wird ausgeführt und die Einstellungen wie gewünscht angepasst (Samba + Nmbd nicht vergessen!). Danach kommt kein “make”. Stattdessen führt man “make kernel-menuconfig” aus und wählt unter “Filesystem Drivers -> Miscellaneous filesystems -> Apple Macintosh file system support (EXPERIMENTAL)” sowie “Apple Extended HFS file system support” aus. Nun die Konfiguration speichern. Danach diesen Patch herunterladen und anwenden (im Verzeichnis von Freetz einfach “patch -p0 < kernelconfig.patch“) und dann wieder “make menuconfig“. Diesmal aber: “Advanced Options -> Kernel Modules -> fs -> hfs.ko” Auch “hfsplus.ko” sowie “nls_utf8″ werden angewählt. Damit sind alle nötigen Voraussetzungen geschaffen und wir sind beim “make” angekommen. Jetzt jede Menge Zeit einplanen (1-2h!), Kaffee trinken, was auch immer. Wenn alles klappt, kommt die Meldung “Originales Firmware-Image nicht gefunden”. Auf der AVM-Website findet man die Originale Firmware für die Box, welche man in das Verzeichnis “…/dl/fw/” herunterlädt. Unter Linux am Einfachsten mit “cd …/dl/fw/; wget http://……avm.de/…/….image“. Nun wieder “make” und er sollte die neue Firmware bauen.

Diese findet sich dann als Image in “…/images/….image”. Das Image wird über das Webinterface der Box installiert (Siehe Freetz-Tutorial). Danach gibt es unter anderem den neuen Punkt “Freetz-Config” im Webinterface. Auch ein Telnet-Deamon und viele andere Dinge (siehe “make menuconfig”) wurden mit in die neue Firmware eingebaut. Leider hat die aktuellste Version noch so einige Probleme, vor allem wird das Telnetpasswort aus der Wiki nicht akzeptiert. Dafür habe ich ein Image vorbereitet. Dieses wird, wie die Firmware vorher, einfach über das Webinterface installiert und vollbringt dabei folgende Dinge:

  • das Telnet Passwort wird auf das Webinterface-Passwort gesetzt
  • der Telnet Deamon wird gestartet (mit dem neuen Passwort)
  • folgende Module werden geladen: hfs, hfsplus, nls_utf8

Nicht erschrecken, nach einer Fehlermeldung (Diese Firmware ist nicht von AVM freigegeben…) und einer weiteren (Keine Fehler.) ist alles geschafft, danach kann alles über das Originale Webinterface konfiguriert werden. Dabei ist es leider notwendig all die Schritte vorher auszuführen, da AVM es verbietet fertige Images mit Freetz zum Download anzubieten.
Das angebotene Image führt nur Befehle auf der bereits installierten Firmware aus und ist natürlich ohne Gewähr zu genießen. (Wen interessiert was ich dort tue, dem sei ein “cat enable-important-things.image” ans Herz gelegt, die Befehle sind im Klartext vorhanden.)

Danach ist alles ganz einfach: HFS+ formatierte Festplatte (bitte kein Journaling aktivieren, dann verweigert der HFS+-Treiber den Schreibmodus) an die Box stecken, kurz warten, fertig.
Nun kann die Platte als “normales” USB-Speichergerät über das AVM Webinterface konfiguriert werden, dabei sollte man “USB-Netzwerkspeicher” (was nichts anderes als “Samba-Share” ist) aktivieren, und, sofern benötigt auch noch die UPnP-Share (“Musikbox“) anwählen. Damit kann einfach über ein UPnP-Fähiges Endgerät auf die Medien zugegriffen werden, so zum Beispiel mit der XBoX 360.

Um nun mit TimeMachine die eben eingerichtete Platte zu nutzen, lege ich Jedem das folgende Tutorial ans Herz: Timemachine and Samba, von hupio.

Das einzige Problem ist nun wirklich nur noch, dass selbst draft-N Wlan gerade einmal 4mb/s schafft. Was bei 150Gb Daten wirklich noch eine Weile dauern dürfte. Verdammt!

You are currently browsing the SimpleBlog blog archives for the day Sunday, May 10th, 2009.