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WordPress – Automatische Updates reparieren (Update: 12.06.2009)

WordPress hat eine ungemein nützliche Funktion bereits von Haus aus mit dabei: automatische Updates von Themes, Plugins und natürlich WordPress selbst. Supergeniales Feature, so es denn funktioniert!

Beim SimpleBlog klappte das bis eben nicht. Wann immer ein Update verfügbar war (), konnte ich es auswählen, das Paket wurde heruntergeladen und dann brach es ab. Es konnte nicht installiert werden. Die dabei auftretende Fehlermeldung lautete:

PCLZIP_ERR_BAD_FORMAT (-10) : Invalid block size : 35

und weder Google noch andere Quellen wussten eine Lösung dafür, welche sich denn auf WordPress beziehen wollte.
Beim Installieren eines neuen Plugins kam der folgende Fehler:

Nach vielen Versuchen und Anläufen das Problem zu beheben, und dem wiederholten Scheitern daran hat es nun heut endlich geklappt. Ich habe eine Lösung gefunden!

Das Problem hängt mit der Einstellung “mbstring.func_overload” in der php.ini zusammen. Dafür muss natürlich bekannt sein, wo eben diese Datei liegt und man benötigt Zugriff darauf (siehe Update weiter unten, es geht auch besser!). Hier ist das kein Problem, als Serveradmin habe ich den Zugriff :) Bei den meisten Hostern sollte es möglich sein, auf eine lokale Kopie der Datei zugreifen zu können, welche irgendwo im Userverzeichnis liegt. Sonst einfach lieb fragen!

Den Übeltäter findet man am Einfachsten mit “Suche nach”, oder Strg+W mit Nano.

Die Zeile

mbstring.func_overload = 7

ändern wir nun in

mbstring.func_overload = 0

und erreichen damit, dass gewisse Funktionen nicht mehr im Hintergrund ersetzt werden. Nach erfolgreichem Speichern und Neuladen der Konfiguration mit

/etc/init.d/apache2 restart

unter Ubuntu Linux, können wir nun die Autoupdate+Install Funktion von WordPress benutzen!

Wer sich also viele viele Stunden googeln sparen will: Viel Erfolg!

Update am 07.04.2009:

Das Ganze funktioniert auch sehr gut, ohne Zugriff auf die globale php.ini zu haben. Dafür trägt man die folgende Zeile

PHP_VALUE mbstring.func_overload 0

in die .htaccess des root-Verzeichnisses der aktuellen WordPressinstallation ein. (Das ist das Verzeichnis, in dem sich die Unterverzeichnisse “wp-admin” oder “wp-content” befinden)
Diese Vorgehensweise ist natürlich zu bevorzugen, denn genau dafür gibt es die .htaccess!

Update am 12.06.2009:

Die neue WordPress Version 2.8 kam wohl vor nicht allzu langer Zeit heraus. Neue Version – neue Probleme. Bei uns zumindest. Wieder hat das automatische Update nicht funktioniert. Zumindest nicht das Core-Update. Woran lag es diesmal? WordPress prüft, ob der Besitzer der WordPress-Dateien gleich dem User ist, dem der Webserverprozess gehört. Unter Ubuntu ist das www-data, Besitzer ist jedoch derjenige, der die Dateien hochgeladen hat. In dieser Situation fragt WordPress nach FTP-Zugangsdaten. Damit man das Automatische Update genießen kann, ohne diese Daten einzugeben ist folgendes auf der Konsole auszuführen:

cd /in/das/wurzelverzeichnis/von/wordpress/ #dort wo die index.php liegt

chown -R www-data:www-data * #vermache alle Dateien (*) rekursiv (-R), also inkl. Unterordner, dem Nutzer www-data der Gruppe www-data

Danach sollte das automatische Update auf Version 2.8 funktionieren. Viel Spaß bei der wahrscheinlich schmerzfreisten Updateprozedur der Welt!

    3 Kommentare zu “WordPress – Automatische Updates reparieren (Update: 12.06.2009)”

    1. 7. April 2009 um 09:29

      Pakon schreibt:

      Ist ne ganz gute Anleitung, leider hat nicht jeder den Zugriff auf die php.ini!

    2. 7. April 2009 um 11:08

      simpleFabian schreibt:

      Du hast natürlich Recht, das war mir auch ein großer Dorn im Auge, gerade was den normalen Hosting-Kunden angeht. Darum jetzt die Lösung ohne Zugriff auf die Ini, via .htaccess.

    3. 8. April 2009 um 08:31

      Pakon schreibt:

      Bei Free-Hostern ist in der Regel die .htaccess nur eingeschränkt nutzbar. Ich habe das in einigen Fällen schon mal mitbekommen.

      Bei gemieteten Servern oder Webspace stehen oft alle Möglichkeiten zur Verfügung.

      Ich hoffe nicht, dass das jemand als negative Kritik sieht, sondern lediglich als Ergänzung, für die nicht so Erfahrenen.

      “Zudem haben viele Anbieter, die .htaccess zulassen, diese sehr eingeschränkt. Viele sagen, dass sie aus
      “Sicherheitsgründen” den Umfang der .htaccess-Dateien auf die Funktionen für eigene 404-Dateien und Passwortschutz
      minimieren.”

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