Archive for März, 2009
Grafische Programme über ssh
Es kommt vor, dass man auf einem entfernten System etwas einrichten möchte, ohne sich physisch zum Gerät zu bewegen.
Dann ist es hilfreich, wenn man eine Möglichkeit hat um per ssh auf eben dieses System zuzugreifen.
Nun gibt es aber auch Situationen, in denen man eben kein Konsolenprogramm hat, sondern eine Gui-Anwendung.
Eben das möchte ich nun hier beschreiben. Als als Host dient mir Daniels Lenovo Laptop, mit Ubuntu 8.10, als Client mein MacBook Pro unter Mac OS X.
Folgende Programme müssen im Vorfeld installiert werden:
Unter Linux: openssh-server (sudo aptitude install openssh-server)
Unter OS X: X11 Desktopumgebung (von der mitgelieferten Install-DVD)
Nachdem der ssh Server installiert wurde, muss auf dem Linuxsystem nichts mehr gemacht werden.
Auf dem Client öffnet man die Konsole (Terminal in Spotlight) und verbindet sich mit dem Server wie folgt:
(Man beachte das -X als Argument, damit aktiviert man das X11-Forwarding)
Dadurch wird automatisch auch der X11 Server mitgestartet, was an folgendem Icon im Dock erkennbar ist:

Bis jetzt ist noch nichts anders als bei einer normalen ssh-Verbindung, erste Unterschiede zeigen sich erst, wenn man ein Programm auf dem Server ausführt welches eine GUI besitzt.
Hier ist zu beachten, dass nautilus immer versucht, sich mit dem Desktopmanager zu verbinden. Darum gibt es einen Fehler, wenn man als Argument nicht –no-desktop übergibt. Mit dem Aufruf
ssh -X user@host nautilus –no-desktop
kann man also den Dateimanager auf einem entfernten System laufen lassen. Das geht natürlich auch mit jedem anderen Programm, und wenn die Bandbreite zwischen den Rechnern stimmt, dann laufen die Programme auch annähernd in nativer Geschwindigkeit.
Linux – Bildschirm flackert
Ich besitze eine nvidia Grafikkarte und Ubuntu, mein Problem: Der Bildschirm flackert in unregelmäßigen Abständen, was das normale Arbeiten mit dem Notebook zu einer echten Herausforderung macht.
Die Ursache des Problems ist compize-fusion (der Fenstermanager), wer diesen nicht deaktiviert und so auf die schönen Effekte verzichtet, leidet meist unter dem Flackern.
Abhilfe schafft folgender Eintrag
options nvidia_new NVreg_Mobile=1 NVreg_RegistryDwords=”PerfLevelSrc=0×2222″
Diesen Eintrag kopiert man in die folgende Datei sudo gedit /etc/modprobe.d/options . Jetzt noch schnell ein Neustart und das Flackern sollte der Vergangenheit angehören.
eBay – Schnäppchenjäger aufgepasst!
Wem es schon immer genervt hat, dass man nicht den kompletten Überblick bei eBay hat und so vielleicht das ein oder andere Schnäppchen verpasst, dem wird nun geholfen.
Wenn man oben in die Suchleiste folgendes eingibt: (und,ist,alle) ,spuckt eBay alle Artikel in der jeweiligen Kategorie aus, nun noch schnell nach Restzeit sortieren lassen und schon hat man den kompletten Überblick und kann auf Schnäppchenjagd gehen!
MacBooks & MacBook Pros instant-sleep
Der sichere Ruhezustand – so nennt ihn Apple (siehe Supportdokument). Er soll dafür sorgen, dass Apple Notebooks vor dem vollständigen aus durch Batterieknappheit heruntergefahren werden. Dafür wird, beim Start des Ruhezustands der gesamte Ram-Inhalt auf die lokale Festplatte kopiert. Was früher eine geniale Idee war (die Powerbooks hatten deutlich unter 2Gb Ram), bremst auf aktuellen Modellen (4Gb und mehr) den Ruhezustand extrem aus.
Aus Erfahrung weiß ich, dass mein altes MacBook Pro (1Gb Ram) in 7-10 Sekunden nachdem ich es zugeklappt hatte, eingeschlafen ist.
Mein neues Modell (MBP5,1) mit 4Gb Ram brauch dafür fast 20 Sekunden. Das hat mich von Anfang an gestört, denn das MacBook meiner Freundin ist in 5 Sekunden weg und sie kann es praktisch sofort einpacken. Ich muss immer warten, ob es auch wirklich klappt und nicht erst die Maus Schuld daran ist, dass es wieder aufwacht.
Möchte man dieses Problem umgehen, so kann man folgendes auf der Konsole ausführen (»Programme »Dienstprogramme »Terminal, oder einfach Spotlight):
sudo pmset -a hibernatemode 0
Damit sorgt man dafür, dass OS X (nach einem Neustart) nicht mehr diese Kopie vom Ram anlegt und somit sofort in den Sleep geht.
Und mit sofort meine ich wirklich sofort. Zugeklappt, weg!
Mit
sudo pmset -a hibernatemode 3
kann dann die Kopie wieder eingeschaltet werden. Auch hier gilt: erst nach einem Neustart wird die Einstellung übernommen.
Übrigens: in /var/vm/sleepimage liegt die Datei, die erzeugt wird. Hat man das Feature also nicht aktiviert, so kann man sie gefahrlos löschen und damit Platz für andere Dinge schaffen!
Amarok + USB Soundkarte
Mein Problem war immer, dass ich Amarok nur nutzen konnte, um Audiodateien über meine interne Soundkarte abzuspielen. Sobald ich es über meine externe Soundkarte (Creative 5.1 Soundblaster USB) versuchte, funktionierte nichts mehr, entweder erhielt ich die Fehlermeldung xine was unable to initialize any audio drivers oder der Sound wurde einfach an die interne Soundkarte übergeben und meine Notebooklautsprecher knirschten vor sich hin…
Nun aber zur Lösung des Problems:
Man öffnet die Konsole und gibt dort folgendes ein: sudo nano /etc/modprobe.d/also-base.
Jetzt ändert man die Zeile options snd-usb-audio index=-2 in #options snd-usb-audio index=-2 und speichert diese.
Abschließend noch Amarok starten und falls die Musik noch immer nicht über die externe Soundkarte geht, noch folgendes anpassen:
Nun ist auch endlich dieses Kapitel abgeschlossen =)
Edit:
Nach einigen Tagen ist mir jedoch aufgefallen, dass Amarok hin und wieder Probleme mit der richtigen Zuweisung hat. Hier hilft es, auf alsa umzuschalten und dann wieder zu oss zu wechseln. Warum, wieso und weshalb habe ich leider noch nicht ergründen können.
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