Grafische Programme über ssh
Es kommt vor, dass man auf einem entfernten System etwas einrichten möchte, ohne sich physisch zum Gerät zu bewegen.
Dann ist es hilfreich, wenn man eine Möglichkeit hat um per ssh auf eben dieses System zuzugreifen.
Nun gibt es aber auch Situationen, in denen man eben kein Konsolenprogramm hat, sondern eine Gui-Anwendung.
Eben das möchte ich nun hier beschreiben. Als als Host dient mir Daniels Lenovo Laptop, mit Ubuntu 8.10, als Client mein MacBook Pro unter Mac OS X.
Folgende Programme müssen im Vorfeld installiert werden:
Unter Linux: openssh-server (sudo aptitude install openssh-server)
Unter OS X: X11 Desktopumgebung (von der mitgelieferten Install-DVD)
Nachdem der ssh Server installiert wurde, muss auf dem Linuxsystem nichts mehr gemacht werden.
Auf dem Client öffnet man die Konsole (Terminal in Spotlight) und verbindet sich mit dem Server wie folgt:
(Man beachte das -X als Argument, damit aktiviert man das X11-Forwarding)
Dadurch wird automatisch auch der X11 Server mitgestartet, was an folgendem Icon im Dock erkennbar ist:

Bis jetzt ist noch nichts anders als bei einer normalen ssh-Verbindung, erste Unterschiede zeigen sich erst, wenn man ein Programm auf dem Server ausführt welches eine GUI besitzt.
Hier ist zu beachten, dass nautilus immer versucht, sich mit dem Desktopmanager zu verbinden. Darum gibt es einen Fehler, wenn man als Argument nicht –no-desktop übergibt. Mit dem Aufruf
ssh -X user@host nautilus –no-desktop
kann man also den Dateimanager auf einem entfernten System laufen lassen. Das geht natürlich auch mit jedem anderen Programm, und wenn die Bandbreite zwischen den Rechnern stimmt, dann laufen die Programme auch annähernd in nativer Geschwindigkeit.
Dieser Eintrag wurde am Dienstag, 24. März 2009 um 20:15 verfasst und in Howto, Linux, OS X, Server eingeordnet. Sie können die Antworten mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar verfassen, oder einen Trackback von Ihrer Website verlinken.
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